Das Fuchsfeld ist Tennis-Land

Berenbosteler Verein bietet gute Sportmöglichkeiten auf Sandplätzen und in der Halle

von Bettina Francke
HSWZH-TennisBerenbostel. Die letzten schönen Sonnentage laden noch für eine Partie Tennis auf den Außenplätzen ein, doch für die Mitglieder des Tennisvereins Berenbostel (TVB) steht die Hallensaison vor der Tür. Die Halle – Baujahr 1977 – ist noch bespielbar, müsste jedoch dringend renoviert werden: Das Dach ist schon lange undicht und die Isolierung des Gebäudes so schlecht, dass die Heizkosten beträchtlich sind. Die Stadt Garbsen hat bereits einen Zuschuss für die Sanierung zugesagt, doch das Geld aus der Vereinskasse reicht noch nicht, um mit den Arbeiten zu beginnen – deshalb hoffen die Sportler auf weitere Finanzspritzen, beispielsweise vom Regionsbund. Der Verein hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt darum bemüht, Tennisnachwuchs für sich zu gewinnen, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Mit Erfolg: Mittlerweile zählt der TVB rund 200 Mitglieder und damit gut ein Viertel mehr, als noch zum 40-jährigen Bestehen 2008. Das Fuchsfeld ist Tennis-Land: Dort unterhält der Berenbosteler Verein auf seinem 13 000 Quadratmeter großen Gelände, das von der Stadt gepachtet ist, insgesamt sieben Tennis-Sandplätze, die Halle und ein Clubhaus.

Aufschlag Lennart Arnhold: Er ist aktueller Vereinsjugendmeister.

Aufschlag Lennart Arnhold: Er ist aktueller Vereinsjugendmeister.

Der Verein ist ehemals aus einer Tennissparte des Turnclubs Berenbostel hervorgegangen, seit 1968 sind die Freunde des „Weißen Sports“ selbstständig. Mit dem Fuchsbergpokal, einem offenen Turnier, das auch in die Wertung der bundesweiten Rangliste einfloss, machte sich der Verein auch über die Grenzen der Region hinaus einen Namen. Das Turnier wird heute nicht mehr ausgespielt, aber mehrere Mannschaften (Jugendliche und Erwachsene) nehmen nach wie vor erfolgreich an Punktspielen teil, unter anderem sogar in der Verbandsliga. Auch für Freizeitsportler wie Karin Brandl, seit 41 Jahren Mitglied, bietet der Verein Möglichkeiten: „Ich mag das Zusammensein und die Bewegung an der frischen Luft“, sagt sie. Die Berenbosteler spielen außerdem regelmäßig ihre Vereinsmeister aus. Trainiert wird einzeln und in der Gruppe, für Einsteiger bietet der Verein eine „Schnupper-Mitgliedschaft“ zu günstigen Konditionen an. Neben dem Sport steht auch die Geselligkeit hoch im Kurs: Das Clubhaus wurde nach einem Wasserschaden renoviert. Dort lässt es sich gemütlich fachsimpeln. Bei gutem Wetter werfen die Tennisspieler auch schon mal den Grill an.

Damentennis

Drei Teams trainieren

Erfolgreiche Damenmannschaft beim TV Berenbostel: Simone Koschmieder (von links), Yvonne Mohr, Nadine Brokmann und Melanie Habryka haben den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.

Erfolgreiche Damenmannschaft beim TV Berenbostel: Simone Koschmieder (von links), Yvonne Mohr, Nadine Brokmann und Melanie Habryka haben den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.

Frischer Wind in der Damenabteilung des Tennisvereins Berenbostel: Drei Mannschaften sind aktuell für Punktspiele gemeldet – zwei von ihnen haben in dieser Saison sogar den Aufstieg geschafft. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Pressewartin Karin Brandl. Denn der Verein konnte lange Jahre nicht mit weiblichen Mitgliedern (in der Altersgruppe 14 bis 30 Jahre) aufwarten, die an Wettkämpfen teilnehmen wollten. Das änderte sich jedoch, als Trainerin Dörthe Kluge die Sache in die Hand nahm und aktiv für ein neues Damentennis-Team warb. „Jetzt läuft das richtig super“, sagt Brandl. Die Damenmannschaften trainieren ein- bis zweimal die Woche .bf