Kultur und Natur: Horst zieht an

ort-horstDas ist Spitze: Mit 42 Metern führt der Kirchturm in Horst die Liste der „Hochhäuser“ Garbsens an. Außerdem ist der weithin sichtbare markante Kirchenaufsatz begehbar. Als er 1780 gebaut wurde, war das Kirchspiel Horst bereits 522 Jahre bekannt. Seine Anfänge gehen auf zirka 800 nach Christi zurück. Der Name „Horst“ hängt mit der geografischen Lage als Siedlungsplatz auf einem Landrücken zusammen. Die beeindruckende Landschaft um Horst, inmitten der Moorgeest, ist nach wie vor ein Pluspunkt des Ortes und bescherte ihm viele neue Einwohner. So gab es von 1961 bis 2001 einen Zuwachs von fast 2000 Neubürgern.

Sehenswürdig ist zudem die Horster Mühle, die als einzige von einst elf im Stadtgebiet noch erhalten blieb. Der ehemalige Galerieholländer ist als Motormühle denkmalgeschützt und wurde 2002 grundrestauriert. Die Mühle befindet sich in Privatbesitz. Seit 1994 sorgt der Harlekin für Theater im Ort. In einer ehemaligen Scheune an der Andreaestraße treten auf einer Kleinkunstbühne namhafte Künstler auf, die den Ort auch außerhalb seiner Grenzen als kulturelles Kleinod bekannt machten. Der Mann, der der Straße seinen Namen gab, war ebenfalls berühmt: August Heinrich Andreae wurde in Horst im Jahr 1804 geboren und machte sich einen Namen als Architekt, Stadtbaumeister und Maler. Weitere historische Begebenheiten lassen sich auch im Stadtarchiv an der Lehmstraße, das ebenfalls in Horst beheimatet ist, nachlesen.

Horst in Zahlen
Einwohner: 2602
Fläche: 6,1 km2

 

Günther Barthel Ortsbürgermeister Schloß Ricklingen, Horst, Frielingen und Meyenfeld

Günther Barthel
Ortsbürgermeister
Schloß Ricklingen, Horst, Frielingen und Meyenfeld

Was macht Horst lebenswert?

Horst hat sich immer durch seine Mittelpunktfunktion ausgezeichnet, die durch Verkehrsführung, Schulgeschichte, Kirche und Mühle verdeutlicht werden kann. In den vergangenen Jahren hat sich der Ortsteil nach Osten ausgedehnt. An der historischen Mühle ist ein kleines, feines Wohngebiet entstanden. Eine Reihe von Wegen um und durch das Dorf, vorbei an erhaltenswerten Gehöften und Häusern erfreuen Spaziergänger und Radfahrer. Am stärksten frequentiert ist der Wirtschaftsweg Vor dem Moore, den auch viele Hundebesitzer gerne nutzen. Wer als Verein kein eigenes Haus besitzt, kann in der Lehmstraße im Gebäude des Stadtarchivs tagen. Jugendliche können den ehemaligen Schützenplatz als freigegebenen Bolzplatz nutzen. Der vor Jahren davor eingerichtete Skaterplatz war einer der ersten in Garbsen. Die Kleinen sind im kirchlichen Spielkreis, Kindergarten, in einer privaten Betreuungseinrichtung an der Frielinger Straße und im Hort gut aufgehoben. Die Geschäfte und Dienstleister sind zwar über den Ort verstreut, dafür gibt es an beiden Ortsenden die Möglichkeit, frische Brötchen zu kaufen.